die akademische Reitkunst

Foto: Maria Fotoristika
Foto: Maria Fotoristika

 

 

 

 

„Educating the body as well as the mind, that´s the Art of riding“

Bent Branderup

 

 

Das Ziel der akademischen Reitkunst ist es, das Pferd in seinen natürlichen Möglichkeiten durch spezifische Gymnastizierung zu fördern. Bereits vorhandene Fähigkeiten werden erweitert und Schwächen bearbeitet. Durch den Aufbau der für das Reiten benötigten Muskulatur und die Förderung der Tragkraft wollen wir ein feines und leistungsfreudiges Reitpferd ausbilden. Der Körper des Pferdes soll durch das für ein Pferd an sich unnatürliches Reiten keinen Schaden nehmen. Wir wollen das Pferd psychisch fördern, sein vollkommenes Vertrauen gewinnen und eine gute Kommunikation aufbauen.

 

 

„Zwei Geister müssen wollen, was zwei Körper können“ Bent Branderup

 

 

In der akademischen Reitkunst ist es unser Ziel das Pferd bis in anspruchsvolle Lektionen in Leichtigkeit zu schulen. Die Versammlung dient der Stärkung des Körpers und des Geistes des Pferdes. Besonders für Pferde mit einem von Natur aus schlechten Körpergefühl ist diese Arbeit „heilsam“. Die Pferde lernen sich aufzurichten und fühlen sich dabei groß, stolz und kraftvoll.

 

 

Foto: Maria Fotoristika
Foto: Maria Fotoristika

 

Die Worte von Kathrin Branderup-Tannous über die Reitkunst haben mich stark berührt und bringen es auf den Punkt:

 

„Dieser Weg ist gleichzeitig reich und einfach, wunderschön und schlicht. Er ist nichts Exklusives. Er steht jedem Pferdemenschen offen, egal welche Rasse, welches Geschlecht, welche krummen Beine sein Pferd hat. Man braucht keinen schicken Sattel und keine prunkvolle Zäumung, keine neue Reithose und kein Kostüm. Die Kunst und das Handwerk, das ihr zugrunde liegt, sind einzig der physischen und psychischen Gesundheit und dem Wohlergehen des Pferdes verpflichtet. […]

Dieses Gefühl ist für mich die Essenz der Reitkunst. Man kann es nicht im Wettbewerb erjagen, man kann es sich nicht bescheinigen lassen und kein Exklusivrecht daran erwerben. Man braucht es auch nicht eifersüchtig zu verteidigen, denn es verliert nichts von seinem Wert, wenn man es teilt. Aber man bekommt es auch nicht geschenkt, wenn man nicht danach sucht. Den Weg dorthin muss man selber gehen, aber man kann sich ein Stück weit begleiten lassen. Wenn Du beginnst zu sehen wie Dein Pferd dich spiegelt, beginnt die Reitkunst als Lebenskunst. Ganz egal, auf welcher Stufe der Ausbildung Du dich befindest, der Schlüssel ist Dein eigenes Bewusstsein, die gegenseitige Wahrnehmung und die Liebe zueinander. Wenn Du bereit bist, tief in Dein Pferd und in Dich hineinzuhorchen und anzunehmen, was Dir begegnet, könnt ihr zusammen- und über Euch hinauswachsen. […]“